Mittelburgenländische Kaesten und Nuss

Etwa um 200 nach Christus wird der Beginn der Anpflanzung von Nuss- und Kastanienbäumen im Mittelburgenland angenommen, wobei eine systematische Baumzucht etwa seit dem 19. Jahrhundert stattfindet. Durch besonders nährstoffreiche Böden und das pannonische Klima entwickelten sich zahlreiche Walnuss- und Edelkastanienbäume.

Die mittelburgenländische Nuss gehört zur Sorte Echte Walnuss (Juglans regia L.) und die mittelburgenländischen Kaesten zu zahlreichen nicht identifizierten Edelkastaniensorten.

Kastanien werden gerne als Kastanienpüree, Kastaniensuppe und Kastanienreis verzehrt und als Fülle von Knödeln, Palatschinken, Torten und Strudel. Außerdem werden Mehl, Bier, Liköre und Schnaps hergestellt. Nüsse schmecken ebenfalls in verschiedenen Mehlspeisen wie Nusstorte, Nussstrudel und Nusskipferl.

Die Mittelburgenländischen Kaesten und Nuss werden in den Gemeinden Deutschkreutz, Draßmarkt, Großwarasdorf, Frankenau-Unterpullendorf, Horitschon, Kaisersdorf, Kobersdorf, Lackenbach, Lackendorf, Lockenhaus, Lutzmannsburg, Mannersdorf an der Rabnitz, Markt Sankt Martin, Neckenmarkt, Neutal, Nikitsch, Oberloisdorf, Oberpullendorf, Pilgersdorf, Piringsdorf, Raiding, Ritzing, Steinberg-Dörfl, Stoob, Unterfrauenhaid, Unterrabnitz-Schwendgraben, Weingraben und Weppersdorf geerntet.

Foto © Rita Newman