Mittelburgenland Bio-Dinkel

In der Region Mittelburgenland wird traditionell Dinkel (Triticum spelta) der Sorten Ostro, Schwabenkorn und Ebners Rotkorn angebaut. Diese Sorten sind an das pannonische Klima und die vorherrschenden Bodenbedingungen besonders gut angepasst.

Dinkel, oder auch Spelz oder Spelzweizen, ist eine Getreideart und gilt als älteste Kulturpflanze, die wohl schon im sechsten bis fünften Jahrtausend v. Chr. angebaut wurde. Ab ca. 3000 v. Chr. verbreitete sich Dinkel auch im allemannischen Raum, wo er im Mittelalter das Hauptgetreide darstellte. Er wurde damals in der Schweiz, in Teilen Österreichs und wahrscheinlich auch in der Region Mittelburgenland angebaut.

Vor über 300 Jahren wurde der Dinkel während Schlechtwetterperioden zur Rettung der Ernte vorzeitig (etwa mit 50 % Kornfeuchte) geerntet und künstlich getrocknet und so entstand der Grünkern. Da der Anbau relativ aufwendig ist und der Ertrag starken Schwankungen unterliegt, ging der Anbau zugunsten von ertragreicheren Weizensorten zurück, stieg jedoch in jüngerer Zeit wieder aufgrund seiner positiven Eigenschaften und des steigenden Gesundheitsbewusstseins.

Dinkel wird zu Mehl, Flocken oder Gries verarbeitet. Daraus werden Brot, Gebäck, Teigwaren und Mehlspeisen sowie Dinkelreis und Dinkelbier erzeugt. Grünkern ist im Gegensatz zu reifgeerntetem Dinkel nicht zum Backen geeignet. Er wird hauptsächlich zu Suppen, Aufläufen, Laibchen oder Brotaufstrichen verarbeitet.

Zur Genuss Region Mittelburgenland Dinkel gehören die Gemeinden Unterkohlstätten, Lockenhaus, Piringsdorf, Pilgersdorf und Unterrabnitz.

Foto © Rita Newman