Jauntaler Hadn

Im Jauntal wird traditionellerweise Buchweizen (Fagopyrum esculentum) anagebaut und verarbeitet. Der Ursprung des Buchweizens wird in Südostasien vermutet, von wo aus er mit den Tartaren und Sarazenen nach Europa gebracht wurde. Im 15. Jahrhundert kam er nach Kärnten und wurde vor allem im Drautal, Gailtal und im Jauntal angebaut. Die erste urkundliche Erwähnung zum Buchweizenanbau stammt von 1442 und 1445.

„Heidenbrei“ und „Heidensterz“ waren beliebte Mahlzeiten, jedoch wurden die Heiden im 19. und 20. Jahrhundert vom Mais verdrängt.

Als Jauntaler Hadn darf ausschließlich die Art Echter Buchweizen bezeichnet werden. Er umfasst die Sorten Billy, Bambi und Pyra. Derzeit werden etwa 25 ha mit Jauntaler Hadn bewirtschaftet.

Jauntaler Hadn wird zum Beispiel zu Hadnsterz, Hadn Nudeln, Hadnmehlknödel und Hadntorte verarbetet. Auch Hadnbier und Hadnlikör werden produziert. Buchweizen ist glutenfrei, daher können diese Produkte auch von Personen mit Zöliakie bedenkenlos verzehrt werden.

Die Genuss Region Jauntaler Hadn umfasst die Gemeinden Bleiburg, Diex, Eberndorf, Eisenkappel-Vellach, Feistritz ob Bleiburg, Gallizien, Globasnitz, Griffen, Neuhaus, Ruden, Sankt Kanzian am Klopeiner See, Sittersdorf und Völkermarkt.

Weitere Infos unter:
www.hadn.info

Foto © Rita Newman