Waldviertler Graumohn g.U.

Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Waldviertler Graumohn, oder auch „Mogn“, wie er genannt wird, schon in einem Dokument aus dem 13. Jahrhundert. Wahrscheinlich ist der Graumohn über Klöster ins Waldviertel gelangt, die daraus schon im Mittelalter Schmerz- und Schlafmittel herstellten. Im Jahr 1912 wurden noch 1.200 ha Mohn angebaut, doch nach dem 2. Weltkrieg wurde der Graumohn durch einfacher zu kultivierende Pflanzen verdrängt. Erst in den 1980ern entstanden Initiativen, die den Anbau wieder förderten. Zurzeit werden etwa 500 ha Land mit Mohn bewirtschaftet.

Der Waldviertler Graumohn erlangt durch die besonderen klimatischen Bedingungen (raues Klima, ausgeprägter Taufall) und die Jahrhunderte lange Tradition des Mohnanbaus und die daraus resultierende Erfahrung seine besondere Qualität.

Der Waldviertler Graumohn wurde 1997 als „geschützte Ursprungsbezeichnung“ registriert. Seitdem dürfen nur noch Produkte den Namen Waldviertler Graumohn tragen, die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Beispielsweise müssen alle Produktionsschritte in der definierten Region stattfinden. 

Spezialitäten aus Waldviertler Graumohn sind weit über die Grenzen der Genuss Region bekannt. Zum Beispiel sind das die Waldviertler Mohntorte, der Röhrenstrudel oder die Monzelten.

Die Genuss Region Waldviertler Graumohn g.U. umfasst die Gemeinden Grafenschlag, Kirchschlag, Kottes-Purk, Martinsberg, Ottenschlag und Sallingberg.

Weitere Infos unter:
Obmann Stv. Edith Weiß
3525 Armschlag 17
Mobil: +43 198 52 07
info(at)mohndorf.at
www.mohndorf.at

Foto © Rita Newman