Waldviertler Kriecherl

Kriecherl (Prunus insititia) scheinen schon vor ca. 6.000 Jahren im südmährisch-, weinviertlerischen Raum spontan entstanden zu sein. Das macht sie zu einer der ältesten Kulturpflanze mitteleuropäischen Ursprungs.

In Ostösterreich kommen zwischen zwanzig und dreißig verschiedene Sorten dieses Wildobstes vor. Im Waldviertel dominieren die grüngelben, stark bereiften, kugeligen Kriecherl. Die Waldviertler Kriecherl mit ihrem typisch süß, säuerlichen Geschmack gibt es nur im Waldviertel. Die gelbe Frucht passt sich Höhenlage und kürzerer Vegetationszeit an.

Die Ernte der Kriecherl ist sehr aufwändig. Die Früchte müssen vom Boden aufgelesen werden, da sie erst ihre Reife erreicht haben wenn sie vom Baum fallen. Die kleinen reifen Früchte müssen dann fast täglich aufgesammelt werden.

Die Betriebe erzeugen aus den Waldviertler Kriecherl zum Beispiel Marmelade, Destillat, Nektar und Sirup.

Zur Genuss Region Waldviertler Kriecherl gehören die Gemeinden Albrechtsberg an der Großen Krems, Altmelon, Arbesbach, Artstetten-Pöbring, Bad Großpertholz, Bad Traunstein, Bärnkopf, Dorfstetten, Grafenschlag, Groß Gerungs, Großgöttfritz, Großschönau, Gutenbrunn, Hofamt Priel, Kirchschlag, Kottes-Purk, Langschlag, Leiben, Lichtenau im Waldviertel, Maria Taferl, Martinsberg, Moorbad Harbach, Münichreith-Laimbach, Nöchling, Ottenschlag, Pöggstall, Rappottenstein, Rastenfeld, Raxendorf, Sallingberg, Schönbach, Schweiggers, St. Martin, St. Oswald, Unserfrau-Altweitra, Waldhausen, Weinzierl am Walde, Weiten, Weitra, Yspertal und Zwettl-Niederösterreich.

Weitere Infos unter:
www.kriecherl.at