Tennengauer Almkäse

Die Käseerzeugung geht im Tennengau schon bis zu den Kelten zurück, die sich 400 Jahre v. Chr. am Dürrberg ansiedelten. Die Tagesration Milch wurde in Schafsmägen abgefüllt, damit sie die Jäger mitnehmen konnten. Durch das Wandern wurde die Milch durchgeschüttelt, durch die Sonneneinstrahlung gab es genug Wärmeentwicklung und der Schafsmagen enthielt Reste vom Lab. Die Milch wurde dadurch zu einem dicken Klumpen, dem Käse. In der heutigen Form wird der Käse seit ca. 120 Jahren erzeugt.

Die Kräuter, die im Tennengau in den Sommermonaten wachsen, geben dem dort erzeugten Käse seinen besonderen Geschmack. Basis für die Käseerzeugung ist Heumilch. Heumilch ist besonders chlostridiensporenarm, daher muss Heumlich für die Käseerzeugung im Gegensatz zu mit Silagefutter erzeugter Milch nicht pasteurisiert werden (Chlostridien können sich in Silagefutter vermehren, aber nicht in trockenem Heu wachsen).

Es werden Hartkäse, halbharter Käse und Schnittkäse erzeugt. Tennengauer Almkäse ist Zutat einer Vielzahl von traditionellen und regionalen Gerichten.

Zur Genuss Region Tennengauer Almkäse gehören die Gemeinden Abtenau, Adnet, Annaberg-Lungötz, Bad Vigaun, Golling, Hallein, Krispl, Kuchl, Oberalm, Puch, Russbach, St. Koloman, Scheffau und St. Martin a. Tgb.

Foto © Rita Newman