Alpbachtaler Heumilchkäse

Seit ca. dem 5. Jahrhundert v. Chr. werden Milchkühe in der Landwirtschaft gehalten und seitdem gibt es auch Heumilch und deren Weiterverarbeitung. Im 16. Jahrhundert war die Region Alpbachtal bereits bekannt für die Heufütterung von Milchkühen und die Produktion von Fettkäse.

Die Heumilch wird auf traditionelle Weise durch nachhaltige Milchwirtschaft produziert. Die Fütterung erfolgt im Lauf der Jahreszeiten: Während der Grünfutterperiode finden die Milchkühe frische Gräser und Kräuter, teilweise werden Heu und erlaubte Futtermittel zusätzlich gefüttert. In der Winterperiode werden Heu und zusätzlich erlaubte Futtermittel gefüttert.

Den besonderen Geschmack erhält die Heumilch aufgrund der hohen Qualität des Futtermittels. Traditionelles Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird und die Erfahrung der MilchkuhhalterInnen und SennerInnen führt zu einem hochqualitativen Produkt.

Basis für die Käseerzeugung ist Heumilch. Heumilch ist besonders arm an Chlostridiensporen, daher muss Heumlich für die Käseerzeugung im Gegensatz zu mit Silagefutter erzeugter Milch nicht pasteurisiert werden (Chlostridien können sich in Silagefutter vermehren, aber nicht in trockenem Heu wachsen).

Es wird nicht nur Käse sondern auch Butter und Frischmilch erzeugt. Eine regionale Spezialität sind die Heumilchkäse-Knödel (Kasknödel).