Oberinntal Erdäpfel

Kartoffeln wurden wahrscheinlich schon vor etwa 7.000 Jahren in Peru kultiviert. 1536 kamen sie dann von Südamerika nach Spanien und von dort aus ins übrige Europa. Vermutlich wurden Erdäpfel 1620 erstmals im Kloster Seitenstetten angebaut. Die Hungersnot 1772/73 führte zu vermehrtem Anbau. Wahrscheinlich ist der Erdäpfel über Süddeutschland dann schließlich nach Tirol gekommen.

Anfangs dienten Erdäpfel großteils als Schweinefutter, da man in der Küche nichts damit anzufangen wusste. Bereits 1770 hatte sich die Kartoffel aber schon weit verbreitet und wurde zum Hauptnahrungsmittel. Bis zum ersten Weltkrieg wuchs die Kartoffelanbaufläche kontinuierlich an und erst nach dem Krieg verringerte sich die Fläche wieder.  

Die klimatischen Bedingungen des Oberinntals und die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie die Bodenbeschaffenheit führen dazu, dass die Erdäpfel langsamer wachsen und die Erdäpfel ihren charakteristischen nussigen Geschmack und die besondere Qualität bekommen.

Die Genuss Region Oberinntaler Erdäpfel umfasst ein Gebiet von ca. 120 ha, wo jährlich ca. 4.000 t in der Region produziert werden

Der Oberinntaler Erdäpfel ist eine bedeutende Zutat in vielen Tiroler Spezialitäten.

Foto © Rita Newman