Osttiroler Berglamm

In Osttirol hat die Schafhaltung schon eine jahrhundertelange Tradition. Sie war bereits während der Steinzeit wichtiger Lieferant für Fleisch, Milch, Fett und Wolle.

Bis 1950 wurde die Schafzucht hauptsächlich für die Wollproduktion genutzt. Durch andere Materialien verlor die Wollproduktion an Bedeutung und die Fleischproduktion trat in den Vordergrund.

Das Osttiroler Berglamm ist eine Kreuzung zwischen einem weiblichen Tiroler Steinschaf oder Tiroler Bergschaf und einer männlichen fleischbetonten Schafsrassen wie Texel, Schwarzkopfschaf oder Merinoschaf. Seit einiger Zeit wird bevorzugt auch mit dem Suffolk-Schaf gekreuzt. 

Ungefähr 10.000 Lämmer werden jedes Jahr und ganzjährig vermarktet, wobei die Schwerpunktzeiten Weihnachten und Ostern, Frühling und Herbst sind. Vom Osttiroler Berglamm wird natürlich hauptsächlich das Fleisch genutzt, jedoch werden auch Schafsmilchspezialitäten und Produkte wie Wolldecken und Dämmmaterialien aus Schafswolle hergestellt.

Die größte Anzahl an Schafen findet man in den Gemeinden Matrei (3.800 Schafe), Assling (1.750 Schafe) und Anras (1.500 Schafe).

Foto © Rita Newman