Bregenzerwälder Alp- und Bergkäse

Die Viehzucht kam schon mit den Kelten in den Bregenzerwald. Ab dem 15. Jahrhundert v. Chr. hatten die Römer schon Alpweiden im Bregenzerwald und sie dürften bereits Alpkäsereien geführt haben. Aus dem Appenzell kamen nach dem 30-jährigen Krieg (1618 bis 1648) Senner in den Bregenzerwald, die in der Region die Kunst des Fettsennens (die Milch wird dabei nicht oder nur teilweise entrahmt) verbreiteten. Dadurch entstanden die typischen Alp- und Bergkäse.

Die Fettkäserei verbreitete sich relativ rasch, da in den klimatisch weniger begünstigten Gebieten Lebensmittelvorräte für Winter- und Notzeiten angelegt werden mussten. Ende des 17. Jahrhunderts verdrängte die Fettkäserei die bis dahin weniger anspruchsvolle Käseherstellung aus Sauermilch.

Die verwendete Milch hat aufgrund der alpinen Vegetation, die das Futter der Milchkühe darstellt, der Seehöhe und des Herstellungsgebiets ihren besonderen Geschmack, was natürlich die Grundlage für den besonderen Alp- und Bergkäse ist. Außerdem dient die extensive Milchkuhhaltung der Aufrechterhaltung der Berglandschaft und der ökologischen Vielfalt.

Die Methode der Fettkäseherstellung hat sich bis heute wenig verändert. Es werden nach wie vor große Kupferkessel verwendet und der Käse wird während der Reifezeit nach überlieferter Weise mit dem Salztuch gepflegt.

Heute werden in der Region etwa 4.500 t Käse erzeugt. Es werden Alp- und Bergkäse, Emmentaler, Schnittkäsesorten von mild bis würzig, Weichkäse und Frischkäsesorten aus Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch produziert. Traditionelle Gerichte sind Käseknödel, Käseknöpfle und Käsespätzle.

Die Genuss Region Bregenzerwälder Alpkäse und Bergkäse umfasst die Gemeinden Alberschwende, Andelsbuch, Au, Bezau, Bizau, Buch, Damüls, Doren, Egg, Hittisau, Krumbach, Langen bei Bregenz, Langenegg, Lingenau, Mellau, Reuthe, Riefensberg, Schnepfau, Schoppernau, Schröcken, Schwarzenberg, Sibratsgfäll, Sulzberg und Warth.

Mehr Infos unter:
www.kaesestrasse.at