Montafoner Sura Kees

Sauermilchkäse wird seit rund 7.000 Jahren erzeugt. Zufällig entdeckten die Sumerer, dass Milch eindickt, wenn man sie stehen lässt, und sich nach einiger Zeit ein fester Klumpen bildet – der Sauermilchkäse. Durch die Römer wurde er in Europa verbreitet. In Vorarlberg wurde schon vor Christi Geburt Käse hergestellt. Die Kelten brachten den „Käsker“ nach Vorarlberg.

Der Montafoner Sura Kees ist ein Sauermilchkäse, der nach der traditionellen Methode und mit den traditionellen Utensilien hergestellt wird. Butter ist ein Nebenprodukt der Käseproduktion.

Die Qualität der verwendeten Milch basiert auf der lokalen Vielfalt der Pflanzen und Kräuter, die das Futter der Milchkühe darstellen. Die extensive Milchkuhhaltung trägt zur Aufrechterhaltung der Landschaftsform und der Artenvielfalt bei.

Auf den Almen werden jährlich etwa 10.000 kg Sura Kees erzeugt, im Tal rund 240.000 kg. Dafür werden etwa 2,5 Millionen kg Milch benötigt.

Vermarktet wird der Sura Kees, der auf den Almen erzeugt wird, hauptsächlich ab Hof oder an die Gastronomie. Als Nebenprodukt entsteht Sauerrahmbutter (30.000 kg) auf den Almen, die für den Eigenbedarf verwendet wird. Serviert wird der Sura Kees meist mit Essig, Öl und Zwiebeln oder pur auf Schwarzbrot. Er eignet sich sehr gut als Zutat für Kaspressknödel oder Kasnock´n.

Die Genuss Region Montafonder Sura Kees umfasst die Gemeinden Bartholomäberg, Gaschurn, Lorüns, Sankt Anton im Montafon, Sankt Gallenkirch, Schruns, Silbertal, Stallehr, Tschagguns und Vandans.

Mehr Infos unter:
www.bewusstmontafon.at

Foto © Rita Newman